…die Bienen haben es nicht leicht heutzutage…

Die Herausforderungen für die Honigbiene sind heute vielleicht größer als je zuvor:

  • Varroa-Milbe (varroa destructor)
  • Kleiner Beutenkäfer (aethina tumida)
  • Asiatische Hornisse (vespa velutina)
  • Eingeschleppte Krankeitserreger (Pilze, Viren, Bakterien)
  • Einschränkung der Lebensräume
  • Mangelernährung durch schlechte Trachtbedingungen
  • Monokulturen
  • Pflanzenschutzmittel
  • Klimaveränderungen
  • Imkerliche Haltungsbedingungen
  • Imkerliche Eingriffe
  • Fehlende Behausungen für wildlebende Völker

…und die Liste ist sicher nicht vollständig. All diese Stressfaktoren haben großen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Honigbienen, viele davon übrigens auch auf das Leben der Wildbienen, Schmetterlinge und weiterer Insekten.

…hier lebt nicht viel.

Honigbienen sind unglaublich flexibel und anpassungsfähig. Sie können vieles wegstecken und kompensieren. Diese auf den ersten Blick so vorteilhafte Eigenschaft kann aber zum Problem werden, denn man sieht den Honigbienen das Leid nicht an, das sie ertragen. Der Umgang mit jeder dieser Herausforderungen kostet ein Bienenvolk Kraft, Energie, Zeit und Bienenleben. Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen. Wird die Summe der Belastungen zu hoch, leidet das Bienenvolk und wird über kurz oder lang sterben.

In diesem Zusammenhang kann man vielleicht auch eine andere Sichtweise auf die Varroa-Milbe in Erwägung ziehen. Natürlich ist sie ein schwerwiegendes Problem für die Bienen, aber vielleicht können wir sie auch als Indikator sehen, der uns aufzeigt, wie schlecht die Lebensbedingungen für Honigbienen und andere Insekten bei uns sind. lch denke, unsere Honigbienen können den Umgang mit der Varroamilbe erlernen, wenn man sie lässt und die übrigen Lebensbedingungen stimmen, das haben Völker überall auf der Welt bereits bewiesen. Auch für die Asiatische Hornisse werden die Bienen mit der Zeit einen Antwort finden. Die größte Herausforderung sind meiner Meinung nach die immer schlechter werdenden Umweltbedingungen. Gifte aus der Landwirtschaft, eingeschränkte Lebensräume und die daraus und aus einer monokulturellen Landwirtschaft resultierende Mangelernährung. Die über das Jahr zum Teil sehr schlechten Trachtbedingungen reichen oftmals nicht mehr aus die Bienenvölker ausreichend zu ernähren oder gar Vorräte für die Überwinterung anzulegen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf und jeder kann dafür etwas tun: Blühflächen anlegen.